Inbetriebnahme

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Sobald die Errichtung bzw. Sanierung eines nachhaltigen Gebäudes fertiggestellt ist, verlassen Planer, Bauingenieure und Handwerker die Baustelle. Sie übergeben das Konstrukt an ein Gebäudemanagement und NutzerInnen, die in den gesamten Planungs- und Bauprozess nicht eingebunden waren. Daher müssen diese ausführlich über eine adäquate Nutzung informiert werden. Denn verlaufen Übergabe und Inbetriebnahme mangelhaft, so ist eine geringe Zufriedenheit der NutzerInnen mit dem Gebäude und damit eine sinkende Akzeptanz nachhaltiger Bauweisen allgemein vorprogrammiert.

Inbetriebnahme als Prozess

Die Inbetriebnahme ist ein Prozess, der – auch aufgrund der jahreszeitlich unterschiedlichen Herausforderungen – über ein Jahr in Anspruch nimmt. Während dieses Prozesses sollte das Gebäudemanagement in die richtige Bedienungsweise der Anlagen eingeführt werden. Messungen zur Überprüfung der Zielerreichung, z.B. bei Raumluft und -temperatur sollten durchgeführt werden. Auch die NutzerInnen des Gebäudes brauchen Anleitung und benötigen bei auftretenden Komfortverlusten direkte Ansprechpartner. Die Anlagen sollten den Bedürfnissen der NutzerInnen entsprechen sowie individuell gesteuert werden können.

Durch eine optimale Inbetriebnahme können die Betriebskosten um bis zu 20% gesenkt und das Wohlbefinden der NutzerInnen und damit deren Lebensqualität gesteigert werden. Dies erhöht auch die Akzeptanz für eine nachhaltige Baukultur. Sehen Sie hier einen Film zum Gebäudelebenszyklus am Beispiel von Vorarlberg CESBA-Film Vorarlberg

  1. Bedarf und Ziel
  2. Ausschreibung und Architektur
  3. Planung
  4. Ausschreibung Beschaffung
  5. Bauphase
  6. Inbetriebnahme
  7. Monitoring und Nutzung

Quellen

CESBA guide